Firmengeschichte KitchenAid
Man könnte sagen, dass sich die Geschichte der KitchenAid- Mixer parallel zur Geschichte der Technologie- Entwicklung in den Vereinigten Staaten erzählen lässt. Es begann alles vor über 90 Jahren…
1908 Als Henry Ford das Modell T vorstellte und damit eine für alle erschwingliche Transportmöglichkeit schuf, sah Herbert Johnston, ein Ingenieur aus einer kleinen Stadt im mittleren Westen der USA (Troy, Ohio) einem Bäcker zu, der Brotteig mit einem schweren Eisenlöffel verrührte und entschied, dass es hierfür eine bessere Vorgehensweise geben müsste. Er setzte seine Ingenieurfähigkeiten ein, und am Ende ging daraus die Entwicklung des ersten kommerziellen Mixers hervor.
1914 Der Panamakanal wurde eingeweiht, und das Hobart- Modell H mit einem gigantischen Fassungsvermögen von über 70 Litern ging auf den Markt. Ebenfalls 1914 fand die Einführung des Mixermodells Hobart C-10 statt, welches als "für den Haushaltsgebrauch geeignet" beschrieben wurde. Sein Fassungsvermögen von fast 10 Litern erwies sich zu diesem Zweck allerdings als recht unpraktisch.
1915 Die Bäckerei Frank L. Hall Company bestellte ihr erstes Mixermodell H. Für die Bäckermeister wurde das Arbeiten dadurch wesentlich erleichtert!
1916 Die US-Marine gab drei neue Schlachtschiffe in Auftrag, die California, Tennessee und South Carolina, und bestellte für ihre Kombüsen Hobart- Mixer.
1917 Das Mixermodell H wurde auf allen Schiffen der US-Marine zur Standardausrüstung. Die durch den anhaltenden Erfolg der kommerziellen Mixer angespornten Hobart-Ingenieure nahmen ein neues Programm in Angriff : Die Entwicklung eines Mixers für den Haushaltsgebrauch. Aber mit dem Eintritt der USA in den 1.Weltkrieg übernahm Hobart, wie auch die meisten anderen U.S.-Hersteller, Kriegsaufgaben, und das Programm wurde erst einmal auf Eis gelegt.
1918 Mit dem Ende des Krieges nahm Hobart die Produktion ziviler Waren wieder auf, und das Haushaltsmixer-Programm wurde weitergeführt.
1919 Das Hobart- Modell H-5, der Haushaltsmixer mit dem einzigartigen Planetenrührwerk, das es nur bei KitchenAid gibt, wurde vorgestellt. Als Ehefrauen von Hobart- Führungskräften den H-5 erprobten, bemerkte eine: "Mir ist egal, wie ihr ihn nennt; der Mixer ist die beste Küchenhilfe, die ich je hatte". Von diesem Tag an wurde dieser Markenname zum Warenzeichen von KitchenAid und 1919 beim U.S.-Patentamt eingetragen. Der H-5 wurde mit einer Produktionsrate von vier Stück am Tag im Hobart- Werk in Springfield, Ohio hergestellt. Schon damals war, genau wie heute, Qualität erste Priorität bei der Produktion der KitchenAid- Mixer. Der erste H-5 Mixer mit Entsafter- und Fleischwolf- Zusatzteil kam übrigens zu einem Preis von $ 189.50 auf den Markt; das wären nach heutiger Kaufkraft etwa $ 1900. In dieser Anfangsphase zögerten die Einzelhändler noch, die KitchenAid- Mixer in ihr Sortiment aufzunehmen. Als Reaktion darauf bildete Hobart ein Direktvertriebsteam, welches in der Hauptsache aus Frauen bestand und von Tür zu Tür ging, um eine Vorführung des neuen Küchengerätes anzubieten. Mit der Einführung der Zusatzteile Zitruspresse und Fleischwolf im Jahr 1919 waren die Mixer von KitchenAid auf dem Weg, zum - wie sie danach bezeichnet wurden - vielseitigen "Werkzeug zur Speisenzubereitung" zu werden. Heute können die Standmixer von KitchenAid durch den Aufsatz weiterer beliebiger Zusatzteile in alles Mögliche verwandelt werden: von einem Gerät, mit dem man Nudeln oder Würste machen kann, bis zu einer Getreidemühle.
1923 Der kommerzielle Rundfunk wurde Wirklichkeit. Paul Whiteman gab die Erstaufführung von Georges Gershwin´s Rhapsody in Blue. Und in den nationalen Medien - dazu gehörten auch die angesehenen Good Houskeeping und The Saturday Evening Post - wurde eine Werbekampagne für den KitchenAid®- Haushaltsmixer gestartet.
1927 Lindbergh machte seinen erfolgreichen Alleinflug über den Atlantik. Babe Ruth schaffte 60 Home Runs.
Und John H. Smitzler, ein New Yorker Verkäufer, stellte ebenfalls einen Rekord auf: Er verkaufte sieben KitchenAid- Mixer an einem einzigen Tag. Das KitchenAid®- Modell G - es war kompakter und um 50% leichter als das Modell H-5 - wurde vorgestellt. Mit einem Preis von nur $ 111 stellte es einen noch besseren Gegenwert als das Modell H-5 dar. Mit dem gleichen Fassungsvermögen und der gleichen Leistung wie der H-5 feierte das Modell G sofortige Erfolge: In seinen ersten drei Jahren auf dem Markt wurden 20.000 Geräte verkauft. Es wurden fast doppelt so viele Geräte abgesetzt wie vom Modell H-5 zwischen 1919 und 1927, dem Jahr, in dem die Produktion des H-5 eingestellt wurde.
Zu den ersten Benutzern der KitchenAid-Standmixer gehörten so berühmte Persönlichkeiten wie John Barrymore, Marion Davies, E.I. DuPont, Henry Ford, Myrna Loy, Frederick March, Ginger Rogers sowie der Gouverneur von New York, Al Smith.
1930 Mit der Entwicklung von drei neuen Modellen machte KitchenAid seine Küchenmaschinen erschwinglicher. In einer November- Ausgabe der Saturday Evening Post wurde das Modell F für $ 89.80 inseriert.
1932 Das Modell A oder The Kaidette wurde vorgestellt. Nur 2000 Kaidettes, die im Verlauf des Jahres 1936 angeboten wurden, wurden hergestellt. Ebenfalls 1932 eingeführt wurden die Modelle M und R; ihre Produktion wurde 1933 eingestellt.
1936 Die KitchenAid Manufacturing Co. kam wieder unter die Fittiche von Hobart, als die Firma "den gesamten Besitz und die vollständige Kontrolle" über das Mixergeschäft zurückgewann. Der landesweit anerkannte Redakteur und Designer Egmont Arens wurde engagiert, um drei neue Mixer- Modelle zu entwerfen.
1937 Das von Arens entworfene Modell K wurde vorgestellt. Im August wurden zwei ebenfalls von Arens entworfene Haushaltskaffeemühlen, die Modelle A-9 und A-10, in die Produktreihe von KitchenAid aufgenommen. Die KitchenAid- Produktionsstätte wurde nach Dayton, Ohio verlagert.
1941 Kurz vor dem Eintritt der USA in den 2. Weltkrieg wurde das Modell K5A vorgestellt. Alle drei von Arens entworfenen Mixer sind bis heute nahezu unverändert geblieben. Sie sind in vielen Museen zu sehen und haben Auszeichnungen für hervorragendes Design bekommen.
1946 Mit Ende des 2. Weltkrieges wurde die zivile Produktion wiederaufgenommen; die Produktion zog von Dayton nach Greenville um.
1955 Auf der Haushaltwarenmesse in Atlantic City kamen die KitchenAid-Mixer in neuen Farben heraus: Rosa, Sonnengelb, Pastellgrün, Satin-Chrom sowie Kupferrot. (Übrigens wurden auf der Haushaltswarenmesse in Chicago im vergangenen Januar Pastellfarben für die Küche als "neu" bezeichnet).
1962 Das Modell K45 mit einem Fassungsvermögen von 4 Litern wurde vorgestellt. Als populärster KitchenAid-Mixer aller Zeiten ist das Modell K45 immer noch ein wichtiger Teil der Produktreihe.
1986 Whirlpool Corporation übernahm KitchenAid von Dart and Kraft.
1992 Die KitchenAid-Blender schlossen sich der KitchenAid-Produktreihe von tragbaren Geräten an.
1994 Die tragbaren Geräte von KitchenAid® kamen in starken Farben heraus. Heutzutage können Köche zwischen Modellen in Rot, Grün, Kobaltblau, Schwarz, Crème, Pastellgelb und Mattgrau sowie in Weiß und in abgestuften Weißtönen wählen. Whirlpool Corporation gab bekannt, dass es in Greenville, Ohio eine neue Anlage der Spitzenklasse für die Herstellung der tragbaren Geräte von KitchenAid bauen würde. Die $12,5 Millionen teure und 17000 Quadratmeter große Anlage würde sich über 47 Morgen erstrecken.
In Europa wurde das europäische Währungsinstitut (EMI) gegründet und Brüssel (Belgien) wurde zur Firmenzentrale für KitchenAid in Europa.
1996 Erweiterung des Produktsortiments auf Profi- Benutzer. Vorstellung des MVSA Gemüseschneiders von Messerschmidt (mit Zyklus-Komponenten).
1999 Vorstellung des Blenders in Europa und der Marcato Pastamaschine aus Italien.
2002 Auch im 21. Jahrhundert führen die tragbaren Geräte von KitchenAid Produktinnovation und -Qualität.
Ausgewählte "KitchenAid" Produkte:
Ausgewählte "KitchenAid" Produkte:
- KitchenAid - Egmont Arens - Ultra Power Standmixer
- KitchenAid - Herbert Johnston - Küchenmaschine Classic - Artisan [Musterprodukt]