Josef Hoffmann

Josef Hoffmann

*5.12.1870 (Pirnitz/Mähren) - 7.5.1956 (Wien/Österreich)
Er war ein Multitalent und jahrzehntelang Mittelpunkt der Wiener Designszene. Er baute Villen und von 1905-1911 sogar ein wahres Bürgerschloß, das Palais Stociet in Brüssel. Von ihm stammen auch Miets- und Reihenhäuser, z.B. für die Wiener Werkbund-siedlung 1932. Das Sanatorium Purkersdorf aus dem Jahr 1903 ist ein frühes Beispiel für seinen schnörkellosen, wohlproportionierten Stil. Für diesen Bau wie für viele andere zeichnete er auch die Möbel. Außerdem entwarf er Lampen, Geschirr, Besteck, Modellkleider und - 1930 - einen Musterwaggon für die österreichische Bahn. Josef Hoffmann engagiert sich 1897 bei der Gründung der Wiener Secession, einer modern orientierten Künstlergruppe. Und er leitet bis 1932 die Wiener Werkstätte, die er 1903 mit seinem Kollegen Koloman Moser und dem Bankier Fritz Wärndorfer gründete. Er gilt zwar als Jugendstilkünstler, aber Hoffmann hat sich nicht an der Kurvenartistik seiner Zeit beteiligt. Seine Möbel sind meist geradlinig, doch nie ohne Eleganz und Charme. In Wien heißt es damals, mokant und anerkennend zugleich, Brettl-Stil und Quadratl-Hoffmann. 1932 geht mit der wirtschaftlich notwendigen Auflösung der Wiener Werkstätte die produktive Ära Hoffmann zu Ende. Er bleibt noch bis 1937 Professor an der Kunstgewerbeschule, an der er seit 1899 gelehrt hat.



Ausgewählte "Josef Hoffmann" Produkte: